Beyond The Frame

Dokumentarfilm

Genre: Dokumentarfilm

Jahr: 2016

Dauer: 30 min

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Zwischen Berlin und Aleppo

Dies ist die Geschichte eines Filmemachers, der im Bürgerkrieg in Syrien sein Leben ließ, und eine Festplatte mit unverfälschtem Filmmaterial aus dem Konflikt hinterließ. Eine Dokumentation über die schwierige Entscheidung zwischen Aktionismus und Nichthandeln und über die persönliche Verantwortung eines jeden Einzelnen.

Inhalt

Syrien! Medienbilder, Krieg und Flüchtlinge. Seit 2011 tobt der blutige Konflikt. Aber wie hat das eigentlich angefangen? Vor den Flüchtlingen kamen Bilder eines Krieges zu uns, der uns anfangs kaum betraf. Es waren die Bilder unseres Freundes Tamer Alawam. Er ging ins Exil nach Deutschland und fand doch keine Ruhe. Immer wieder zog es ihn in seine Heimat Syrien zurück, „um der Welt Syrien von Innen zu zeigen,“ wie er selbst einmal sagte. Er reiste illegal und nur mit seiner Kamera bewaffnet - bis eine Granate ihn traf. Einzig geblieben ist die Erinnerung und die Festplatte mit seinen Bildern zum Krieg in Syrien. Sein Material zeugt vom Leiden der Zivilbevölkerung und vom leidenschaftlichen und improvisierten Widerstand gegen das Regime von Bashar al-Assad.

Drei Jahre nach Tamers Tod begeben wir uns auf die Suche nach Antworten. Antworten auf einen Krieg, der uns allen näher ist, als wir denken. Was wollte Tamer mit den Filmaufnahmen bewirken? Wollte er Rache für das, was das Regime ihm angetan hatte oder wollte er Frieden für seine Heimat? Mit dem Satz „Don‘t look away!“ forderte Tamer Alawam die Menschen im Westen auf, sich nicht abzuwenden. Aber was können wir gegen den Krieg in Syrien schon ausrichten? Wie kann man dieses Gefühl der Ohnmacht, was einem angesichts der Bilder erfasst, überwinden?

Eine Dokumentation über die schwierige Entscheidung zwischen Aktivismus und Nichthandeln und über die persönliche Verantwortung eines jeden Einzelnen.

Omar Shalash und Robert Dobe

Wer steht hinter dem Projekt?

Omar Shalash (Regisseur)

ist gebürtiger Palästinenser und lebt seit nunmehr sieben Jahren in Deutschland. Hier ist er aktiver Teil der Kunst- und Kulturszene. Seit 2011 führt er seine eigene Ud-Werkstatt – ein arabisches Saiteninstrument, welches er selbst spielt. In unserer Dokumentation begibt sich Omar auf die Suche nach den Beweggründen seines getöteten Freundes Tamer. Er will herausfinden, was es war, das ihn bewegte und was er mit seinen Filmaufnahmen erreichen wollte.

Robert Dobe (Regisseur)

studierte Medienwissenschaften und Kunstgeschichte in Halle an der Saale. Seit geraumer Zeit beschäftigt er sich bereits mit den vielfachen Darstellung von Krieg und dessen Folgen. Obwohl er nicht aktiv mit Tamer befreundet war, kannte er ihn. Sein Tod gab Robert zu verstehen, dass mehr getan werden muss, um westlichen Gesellschaften die Auswirkungen von Krieg – nicht nur für unsere Kultur sondern auch für jeden Einzelnen von uns – näher zu bringen.

Uwe Nadler (Produzent)

ist einer der Hauptgesellschafter der ravir film GbR und arbeitet v.a. in den Bereichen Produktion, Regie und Kamera. Er traf Robert und Omar zum ersten Mal, als sie ihr Projekt (welches zum damaligen Zeitpunkt nur aus der Festplatte mit Filmmaterial bestand) im Rahmen einer Pitching-Veranstaltung einer Reihe von Filmproduzenten vorstellten. Überzeugt von ihrer Idee, auf Basis dieser einfachen Voraussetzungen eine Dokumentation über Tamer auf der einen Seite und größere Themen den Syrienkonflikt betreffend auf der anderen zu machen, entschloss er sich den Film zusammen mit seiner Filmproduktionsfirma zu produzieren.

Nora Otte (Dramatic Advisor)

arbeitet derzeit als Regieassistentin am Staatsschauspiel Dresden. Sie übernimmt im Projekt die Dramaturgie. Uwe und Nora arbeiten bereits seit vielen Jahren erfolgreich an verschiedenen Projekten zusammen. Noras Werk als Regisseurin beschäftigt sich oftmals mit Problemen der sozialen und individuellen Verantwortung – einer der Hauptgründe, weshalb sie sich auch für dieses Projekt mit vollen Kräften engagiert.

Stefanie Eisenreich (Production Manager)

lebt seit August 2013 im südfranzösischen Montpellier und arbeitet dort seit September 2014 als freie Journalistin. Bevor sie nach Frankreich ging, arbeitete sie für die ravir Film GbR und stieß damals gemeinsam mit Produzent Uwe Nadler auf Roberts und Omars Projekt. In einem Moment freiwilliger Verrücktheit, stimmte sie zu, als Produktionsmanager das Projekt zu begleiten. Einfach, weil es ein Thema ist, welches ihr selbst sehr am Herzen liegt und dass weiterer Untersuchungen und Nachforschungen bedarf.

News

Danksagung

Vielen lieben Dank an alle Unterstützer dieses Filmes. Insbesondere an alle die das Projekt in seinem ersten Stunden über das Crowdfunding bei indiegogo unterstützt haben. Wir werden uns mit einen spannenden Film bedanken.

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